La vie fabuleuse de la Mme S.

Montag, 5. Mai 2008

Kunst

Ich bin total begeistert! Wir haben uns am Wochenende ein Bild gekauft. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Wir. Uns. Bild.
Ich hatte ja schon mal lang und breit erklärt, dass ich ein gemeinsames Bankkonto als so viel romantischer betrachte als einen Ring. Das nächste Zeichen der Absicht, gemeinsam die nächsten Jahre, Jahrzehnte zu verbringen stellt sich dar in Form eines zeitgenössischen Gemäldes für unser kuscheliges Zuhause. Grundsätzlich habe ich von Kunst ja schon mal gar keine Ahnung. Und sie interessiert mich auch nicht besonders. Ich kann an Bildern nichts finden, kann sie nicht unterscheiden und würde nicht mal den Unterschied zwischen einem Van Gogh und einem Tuschversuch von Tante Anneliese aus dem Volkshochschulkurs für moderne Maltechniken erkennen.
Aber es gibt Bilder, die in mir Wohligkeit und Wärme auslösen. Wenn ich sie betrachte, wünsche ich mich in das Bild und kann der Realität für ein paar Minuten entfliehen.
Was das tolle an "unserem" Bild ist: wir fanden es beide von Anfang an unabhängig voneinander schön. Jedes Mal, wenn wir in die Fußgängerzone bummeln, kommen wir an dieser Galerie vorbei. Und jedes Mal schaute ich auf das Bild. Als ich dann endlich sagte, wie sehr es mir gefiel, gab mein lieber Belgier zu, das gleiche zu denken, jedes Mal, wenn wir an dem Bild vorbei gehen. Am Samstag dann kauften wir es.
Gestern versuchte ich, es zu fotografieren. Aber meine Kamera hat den Strandbesuch nicht schadlos überstanden und auch die Tatsache, dass die Sonne schon längst untergegangen war, half nicht viel, um ein gutes Foto zu schießen.
Also bleibt mir, die ich keine Ahnung von Kunst habe, nichts anderes übrig, als das Bild in schillernden (?) Farben zu beschreiben.
Das Bild zeigt ein großzügig geschnittenes Apartment über den Dächern von New York. Einzeln sind rote Salonsessel in dem Raum verteilt. Im hinteren Teil der Wohnung sieht man einen Mann mit weißem Hemd und Hosenträgern vor einer breiten Glasfront, die den Blick auf das Empire State Building und weitere New Yorker Hochhäuser freigibt, einsam aus dem Fenster blicken. Vom Ambiente her erinnert das Bild an Werke von Jack Vettriano (dessen Namen habe ich auf anderen Bildern in der Galerie gesehen), aber es ist wohl nicht von ihm (zumindest habe ich online nichts gefunden).
Und das Bild gehört zu einer Serie, denke ich. Denn in dem Laden gab es noch ein halbes Dutzend andere Bilder, das den Mann klarinettespielend in der Wohnung zeigt.
Vielleicht weiß ja jemand, von wem das Bild stammt.

Dienstag, 29. April 2008

Sechs Monate

Und ich bin so glücklich wie nie zuvor in meinem Leben.

Mittwoch, 16. April 2008

Baaaah

Mann Mann Mann. Ich hatte nur einen Killerbitch und trotzdem geht es mir genauso beschissen wie Sonntag nicht so echt gut. Vielleicht sollte ich auch einfach kein Bier mehr trinken.
Und nicht mehr auf Kollegen-Partys gehen.

Sonntag, 13. April 2008

Es geht nach Kreta!!!

Dank der netten Hinweise hier habe ich abseits des Pauschaltourismus nach einem Hotel auf Kreta gesucht und auch gefunden!
Wir fahren in den Süden, in ein süßes, kleines Hotel mit gerade mal 17 Zimmern. Der Kontakt bisher war schon sehr nett und persönlich und ich bin guter Dinge, dass wir da einen guten Fang gemacht haben.
Der Flug ist auch gebucht, ebenso der Mietwagen. Jetzt kann es Urlaub werden! Hurra!

Mittwoch, 9. April 2008

After Work im Rheintower

So, das hat jetzt aber lang genug gedauert. Seitdem ich in Düsseldorf wohne, bin ich noch nicht ein Mal gescheit ausgegangen. Ich weiß auch nicht, woran es lag. Mangelnde Gelegenheit, mangelnde Lust, fehlende Kenntnis über mögliche Anlaufpunkte.
Gestern war ich dann mit ein paar Kollegen endlich mal wieder ein Bier trinken. Wir waren auf dem Rheintower und haben die Aussicht über die Stadt im Licht der untergehenden Sonne genossen. Von der Musik und dem Publikum war ich jetzt nicht so angetan (was man sich eben unter Düsseldorf so vorstellt: gestriegelte, schmierige Typen und aufgetakelte Schicksen). Das nächste Mal gilt es also einen Ort ausfindig zu machen, der mich freiwillig zum Tanzen bewegt und zum Mitsingen animiert. Irgend welche Tips diesbezüglich?

Freitag, 4. April 2008

Ich denke, es ist doch was dran

Fast alle Blogs, die ich lese, werden von Singles geschrieben. All die Blogs, die ich lese, die nicht von Singles geschrieben werden, thematisieren das Thema Liebe/ Zwischenmenschliches nicht und rangieren für mich bezüglich Interessantheitsgrad am unteren Ende der Skala.
Seitdem ich das Thema nicht mehr thematisiere bzw. nur noch von der Liebe zu einem Menschen berichte, hat das Interesse hier (gemessen an der Zahl der Kommentare, weitere Besucherzähler benutze ich nicht mehr, da ich mich von dem Zwang, von möglichst vielen Menschen angeklickt werden zu wollen, freigemacht habe) merklich nachgelassen. Und dabei meine ich Interesse beider Seiten: Schreibendem und Lesendem.
Ich habe noch immer nicht die Stufe erreicht, die mich interessante Beiträge schreiben lässt, die nichts mit Interaktion mit dem anderen Geschlecht zu tun haben. Ich finde diese Beiträge selbst nicht interessant und unterstelle meinen Lesern, dass für sie das gleiche gilt.
Ihr wollt nicht lesen, dass ich mir von zugestandenen Punkten (bei uns der Firma gibt es die für Leistung und nicht für Treue wie bei Payback) eine Nintendo DS bestellt habe, dass ich mir gestern ein Spiel dafür gekauft habe und dann vergessen habe, die mit einem dicken Aufkleber "Achtung Leerbox" verzierte Hülle an der Information füllen zu lassen, dass ich an diesem Wochenende einen Golf Plus fahre und ich das für kein komfortables Fahrzeug halte, dass ich laut Dr. Kawashima ein geistiges Alter von 38 habe, dass ich seit zwei Wochen nicht für den Marathon trainieren kann, weil ich erkältet bin und Schnupfen habe.
Das zu schreiben wäre fast so schlimm wie über Katzen zu schreiben, darüber, was es morgen bei uns zu essen gibt oder YouTube-Videos zu veröffentlichen, nur um etwas zu veröffentlichen.
Gemessen an diesem Blog muss mein Leben sehr fad sein im Vergleich zu früher. Es passiert anscheinend nichts Berichtenswertes.
Und doch erscheint mir mein Leben so viel mehr wert als zu irgend einem anderen Zeitpunkt in den letzten zwei Jahren. Ach, was sage ich, als zu irgend einem anderen Zeitpunkt zuvor. Es sind die kleinen Dinge, die es dazu machen. Vielleicht ist es die Spießigkeit der Zweisamkeit, der gemeinsamen Wohnung, der gemeinsamen Samstag Abende, der gemeinsamen Kinobesuche, die mir mein Leben so wertvoll erscheinen lassen.
Und trotzdem (oder deswegen) werde ich nicht beginnen, hier Dinge zu schreiben, die beginnen mit: "Hach, am Wochenende hat mein Schatzi mir Dessous gekauft. Und am Sonntag hat er mir Kaffee ans Bett gebracht. Und dann hat er mich bekocht. Und dann..."
Es scheint so, als definierte ich mich neuerdings nur noch über meine Beziehung zu meinem Partner. Das mag sogar stimmen. Eingeschränkt. Ich definiere mich auch über meine Arbeit. Aber die versuche ich ja grundsätzlich hier auszuklammern.
Anscheinend bin ich ein ganz armes Würstchen.

Donnerstag, 20. März 2008

Langes Wochenende

Das steht gerade vor der Tür. Vier ganze Tage frei. (In Belgien sind's nur drei. Die schenken sich den Karfreitag.) Ich hänge noch zwei Tage dran.
Dann komme ich mal für fast eine Woche raus aus diesem Irrenhaus. Überhaupt ist alles gerade ein bisschen Overkill. Ich weiß nicht, ob es am Frühlingsanfang liegt. Aber jeder dreht so ein bisschen am Rad. Schiebt Panik, Verantwortung von sich weg und die Hauptaufgabe besteht darin, einen Schuldigen für die Misere zu finden. Nur man selbst will es nie gewesen sein. Ist ja klar.
Deshalb freue ich mich umso mehr, mal ein paar Tage auszuspannen, mich zu erholen. Auf dem Sofa kuscheln, ein Buch lesen, massiert werden, massieren, bekochen und bekochen lassen, einen Film anschauen, Sex haben. Das Leben ist so schön. Und ich bin mit einfachen Dingen zu beglücken. Nur auf die richtige Begleitung kommt es an.

Ich wollte noch einen Fahrbericht zum Fiat Brava (Bravo? Weiß nicht mehr. Ist es auch nicht wert) vom letzten Wochenende loswerden. Aber inzwischen ist mein Ärger bereits verraucht und die Erinnerung an dieses Fahrzeug zum Glück soweit verblasst, dass es nicht mehr lohnt, Zeilen darauf zu verschwenden. Nur die Stimme des Navigationssystems, die am besten mit "Desirée Nick als Domina" zu beschreiben ist, wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Mittwoch, 12. März 2008

Bio-Wetter

Ich bin heute so gar nicht gut drauf. Ich fühle mich erschlagen und so, als hätte ich die ganze Nacht durchgesoffen. Ich war heute morgen laufen und habe dabei wohl meine Leistungsgrenze überschritten. Jedenfalls war es nötig, dass ich, wieder zu Hause, mich nach dem Duschen wieder ins Bett legte. Jetzt, wo ich das Büro fußläufig erreichen kann, gar kein Problem.
Im Büro angekommen ergeht es meinen beiden Kolleginnen nicht anders. Liege am Wetter, sagt die eine. Ich hoffe es, denn das würde implizieren, dass meine Leistungsgrenze doch nicht so tief liegt.
Außerdem habe ich schon seit Anfang der Woche gedrückte Stimmung. Das liegt daran, dass ich mich so gar nicht aufs Wochenende freuen kann, weil mein lieber Belgier mit seinen Kollegen zum Skifahren fährt und wir uns nicht sehen können. Da die schlechte Laune aber kein Dauerzustand ist, habe ich kurzerhand beschlossen, heute Abend nach Hause zu fahren. Ich überrasche ihn da einfach! Ei, das wird toll!

Montag, 25. Februar 2008

3.7.-6.7.2008

Und was macht Ihr an dem Wochenende?

edit/ Nicht nur Beirut, die Kooks, Kaiser Chiefs und KT Tunstall, nein, nun auch Kings of Leon und die Babyshambles. Und: Das Line Up ist noch lange nicht vollständig!

Freitag, 22. Februar 2008

Lebensmittelpunkt

Der Internetzugang ist bestellt (vorbei sind die Zeiten von UMTS-Karten im belgischen Haushalt). Heute Abend geht es in den Baumarkt und morgen zu IKEA, um die letzten benötigten Einrichtungsgegenstände zu besorgen. Ich habe vielleicht schon zum 1.4. einen Nachmieter. Gestern waren wir bei der Bank, um das gemeinsame Konto einzurichten.
Hier ging es ja schon ausführlich um das Thema Partnerschaft und Geld. Ich habe einen sehr romantischen Bezug dazu, denn ehrlich gesagt finde ich, dass ein Konto weit mehr verbindet als ein Ring oder ein Versprechen. Einen Ring streift man ab, ein Versprechen kann man brechen, aber bei einem Konto gibt es immer auch die Bank als Zeugen.
Das Gefühl, dass es was für den Rest des Lebens ist, ist einfach unbeschreiblich, unbeschreiblich schön.

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