Places to be or not to be - malerisch

Der Flieger hatte mal wieder Verspätung am Freitag Abend und so bestand für mich keine Chance, noch den Kühlschrank aufzufüllen.
Statt dessen marschierte ich voller Vorfreue zur Packstation, um dort fünf Bücher abzuholen, die ich im Laufe der Woche bestellt hatte.
Da sich der Magen schon bemerkbar machte und ich schon am Morgen einen Japp auf Martini verspürte, ließ ich mich zuerst zum Geldautomaten und dann ins malerisch treiben. Ich war schon so oft daran vorbei gegangen und hatte schon so oft dieses "Schnitzel 6,90" lesen müssen, dass ich mir jetzt endlich einmal selbst ein Bild machen wollte.
Drinnen schaut es sehr gemütlich aus. Dunkle Böden, mediterrane Wandfarben, tief hängende Lampen und kleine, versteckte Ecken, die zum Tuscheln und Kuscheln einladen. Außer Henry Miller hatte ich jedoch niemanden zum Kuscheln dabei, also wählte ich keine dieser Ecken. Die Kellnerin kam sehr rasch zu mir an den Tisch und brachte mir noch schneller den gewünschten Martini.
Zu essen bestellte ich mir einen Salat mit Hähnchenbruststreifen (typisches Mädchenessen eben) in Honig-Sesam-Soja-Sauce. Für den Preis von irgendwas mit 6 Euro konnte ich über die Portion nicht meckern. Ich habe nicht mal geschafft, alles aufzuessen und das will schon was heißen (ich bin ein guter Esser). Dafür langen sie bei den Getränkepreisen gut zu. 5 Euro für nen Glas südafrikanischen Weißweins und 4 Euro für den Martini. Aber gut, wenn man in nen Club eine Straße weitergeht, ist man das Geld schon für ein Getränk los.
Positiv angetan war ich von dem schnellen, netten, zuvorkommenden Service und auch die Qualität des Essens hat mich überzeugt.
Mein Vorurteil, es handele sich um eine billige Kaschemme, hat sich also nicht bestätigt, deshalb: a place to be.

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