Places to be or not to be - Café Central

Noch näher an meiner Wohnung als das Café Fleur befindet sich das Café Central.

Nachdem ich gestern unter Schwerstarbeit meine Küche aus der alten Wohnung ausgebaut hatte (ja, genau die Küche, die mir vor einem halben Jahr beim Einbau fast graue Haare beschert hatte! Bewundernswert war, wie der Pole mit seiner Frau allein die wuchtige Arbeitsplatte die fünf Stockwerke runtertrug, gerade so als sei sie aus Papier, wo beim Einzug doch noch vier Männer vonnöten waren, weil ein Herr meinte, zu zweit ginge das unmöglich und das Treppenhaus sei auch viel zu eng. Ha, Pustekuchen! Aber das gehört hier jetzt nicht her.), beschloss ich, mich mit einem leckeren Mittagessen zu belohnen.
Da ich ja nach und nach mal alle Läden in meinem Veedel kennen lernen will, verschlug es mich also ins Café Central. Das Wetter war gut und ich wählte einen der vielen Tische draußen. Die Angebote klangen alle sehr gut, sowohl die Bandnudeln mit Lachs (auch schon Standard, oder?) als auch das Steinpilzrisotto mit Parmesan sprachen mich an. Also entschied ich mich für letzteres. Wieder mal dauerte es aber eine Ewigkeit bis ich bestellen konnte. Die Studenten hier in Köln sollte man dringend mal einem Servicelehrgang unterziehen.
Säfte gibt es en masse in der Karte, also bestellte ich gespritzten Mangosaft (der auch anstandslos gebracht wurde obwohl nicht in der Karte). Einen kleinen Brotkorb samt Appetizer (Paprikaquark, ein grünlicher Quark und süß-scharfe Asiasauce, die ersten beiden schmeckten nach nichts) gab es auch. Sehr nett.
Das Essen kam sehr schnell und war wirklich sehr gut. Verziert war das Risotto, das übrigens echte und keine getrockneten Steinpilze enthielt, mit einem Thymianstängel, hatte ich auch noch nirgends gesehen. Für 9,50 kann ich da nicht meckern, zumal auch der Parmesam frisch geschnitten war.
Eine tolle Entdeckung in der Speisekarte: Getreidemilchkaffee. "Caro" muss wohl geschützt sein, sonst würden die das da sicher nicht reinschreiben. Also bestellte ich gleich selbigen.
Irritierend fand ich, dass während ich noch meinen stern las, die Kellnerin bereits fragte, ob sie abkassieren dürfte und mir den Bon hinknallte. Das fand ich keine sehr nette Geste. Für die Übergabe sollten die Mädchen sich etwas anderes ausdenken: zum Beispiel Trinkgeld an die Seite packen, oder so, wenn sie schon so geil darauf sind.
Leckeres Essen, idyllische Außenanlage, große Getränkeauswahl, großer Punktabzug beim Service: trotzdem ein Place to be.

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